mediacoffee-blog
Angelandet? Noch lange nicht!
Wie es bei Expeditionen üblich ist, wissen die Reisenden oft nicht, ob sie bereits am Ziel ihrer Träume angekommen sind, oder ob sie noch einen weiten Weg vor sich haben. Oft erreichen die Suchenden Gestade, die sie gar nicht erreichen wollten. Und manche lassen sich trotzdem dort nieder. So oder so ähnlich geht es den deutschen Medienschaffenden, wenn sie auf der Brücke ihrer Flaggschiffe stehen. Unsere media coffee-Reihe "Expedition ins Ungewisse: Welche neue Medienwelt entdecken Verlage, Web und Social Media?" hat das in diesem Jahr sehr gut gezeigt. Gestern Abend stand die vorerst letzte Etappe in der Berliner Kalkscheune an. Wer lesefaul ist, der kann sich die Runde übrigens auch komplett bei YouTube ansehen (Ab Min. 2:20 geht's so richtig los!)
Heute Abend ab 18.30 Uhr: Livestream media coffee Berlin!
Heute Abend ist Finale! Nach Hamburg, München, Köln und Frankfurt steht heute unsere Abschlussveranstaltung auf dem Programm. Um 18.30 Uhr geht's los in der Berliner Kalkscheune (Foto links). Wir freuen uns auf Wolfgang Büchner (dpa), Jan-Eric Peters (WELT), Christian Meier (MEEDIA), Christoph Seils (CICERO) und natürlich unseren Moderator Kai-Hinrich Renner (Hamburger Abendblatt). Hier noch ein paar organisatorische Infos:
Mehrwert, Mehrwert, Mehrwert!
In Kölle ist es immer richtig nett! Ob das an den Leuten hier liegt oder an unserem media coffee, das ist schwer zu sagen. Was haben wir heute gesehen? Eine profunde, kenntnisreiche und unaufgeregte Runde. Und was nehmen wir mit? Zombies, App-Kritik und ein StudiVZ für Feuerwehrleute. Mein bester Satz des Abends: "Wer keinen Mehrwert anbietet, hat heute kein Existenzberechtigung." Das klingt zwar hart und herzlos, trifft aber perfekt den Kern der aktuellen Mediendiskussion. Gesagt hat es übrigens der geschätzte Ex-Handelsblatt-Chef und jetztiger Corporate-Publishing-Experte Bernd Ziesemer.
Surfen auf der Metaebene
Das waren wirklich unterhaltsame und sehr erhellende 90 Minuten heute in der Frankfurter Nationalbibliothek. Wir haben etwas von Wünschen gehört, von der Kraft, gute Geschichten zu publizieren, von Relevanz, von Eroberungen und von gelebter Demokratie. Alles irgendwie Meta - aber trotzdem absolut spannend. Und unter der kenntnisreichen Regie von Moderator Meinolf Ellers. Doch der Reihe nach.
Von Mut, Hausaufgaben und Übergangsphasen
Nach unterhaltsamen knapp 90 Minuten ist unser Münchener media coffee schon wieder Vergangenheit. Wie schade! Unsere Diskutanten haben uns heute durch bemerkenswerten Bonmots und Handlungsanweisungen mitgenommen auf ihre "Expedition ins Ungewisse". (Freue mich übrigens mehr und mehr über unsere Titelwahl. Trifft den aktuellen Zeitgeist der Medienbranche perfekt.) Doch wie immer der Reihe nach. Bis zu den bewußseinserweiternden Getränke am Buffet (O-Ton Moderator Thomas Knüwer) muss ich mich als Chronist des Abends ja leider noch ein wenig gedulden.
In den Nebeln von Gegenwart und Zukunft
Hui, das war ja ein nervenaufreibender und anstrengender Start heute in Hamburg. Die Meinungen drüber, wohin eine "Expedition ins Ungewisse" führt, gingen auf dem Panel ziemlich auseinander. Es war eine weite Reise: Von Echtzeitjournalismus, über Interviews mit Gaddafi, hin zu mangelnden IT-Investitionen von Verlagen und bis zu einer Meldung über einen Unfall in Rissen, für den der Leser 60 Cent zahlen soll. Und wie es bei Expeditionen so ist, ist der Ausgang des Unternehmens in der Regel unsicher. Man gerät vom Kurs ab oder erreicht unbekannte Gestade.
Startschuss 2011!
Heute Abend geht's endlich los! Unsere Auftaktrunde findet traditionell in der Medienstadt Hamburg statt. Der Zuspruch zu unserem ersten media coffee in diesem Jahr ist enorm. Seien Sie sicher, es wird kuschelig voll heute Abend. Kommen Sie also pünktlich!
Genießen Sie den Reiseteil Ihrer Zeitung ...
... so lange es ihn noch gibt. Mit diesem schönen (und zugegeben etwas unfairem) Schlusswort beendete unser Moderator Hajo Schumacher den ITB Mediengipfel 2011. "Auf wen hört der Touristik-Kunde?" lautete in diesem Jahr unsere Kernfrage. Hört er bei der Reiseplanung lieber auf das, was ihm Tageszeitungen und Lifestyle-Magazine berichten, oder doch lieber auf die vernetzten Freunde bei Facebook und Twitter. Natürlich sah das mal wieder jeder anders - je nach medialer Sozialisation.
Jürgen Drensek von der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten zeigte sich ambivalent, was die "neuen Medien" betrifft. "Dass in sozialen Netzwerken die maßgeblichen Diskussionen stattfinden, ist derzeit noch Mummpitz", sagte er. Allerdings forderte er seine Mitglieder anschließend auf: "Der Reisejournalist darf keine Angst vor neuen Medien haben." Es deutet einiges darauf hin, dass sich die Zunft der Reisejournalisten noch in einer Art Selbstfindungsprozess befindet.
Auftakt 2011: ITB Mediengipfel
An diesem Freitag starten wir ins neue media coffee-Jahr. Und das gleich mit einer Art "Sonderformat". Damit meine ich den ITB Mediengipfel 2011. Titel: "Auf wen hört der Kunde? Mobile Apps und Soziale Netzwerke oder Hochglanz und Qualitätsjournalismus?" Der Mediengipfel findet zum zweiten Mal statt und ist eine gemeinsame Initiative von news aktuell, Landau Media, Wilde & Partner und natürlich der ITB. Die Resonanz ist großartig. Fast 400 Medienvertreter und Experten aus der Tourismus-Branche haben sich angemeldet.
Deshalb bitte unbedingt auf diesen DISCLAIMER achten: Die Teilnahme ist nur in Verbindung mit einer gültigen Eintrittskarte für den ITB-Kongress möglich. Da der Mediengipfel Teil des offiziellen Kongressprogramms ist, wird es keinen separaten Einlass geben. Sollten alle 450 Sitzplätze besetzt sein, berechtigt auch eine vorherige Anmeldung nicht automatisch zur Teilnahme. Bitte erscheinen Sie also rechtzeitig!
Jeder muss heute Content-Produzent sein!
Soeben ist in Berlin unsere nette kleine media coffee-Reihe „Kommunikation 2020“ zu Ende gegangen. Natürlich werden wir in zehn Jahren über all das, was wir heute und an den anderen Abend denn so für die Zukunft prophezeit haben, herzlich lachen. Das gehört zum Geschäft, und das ist gut so. (Deshalb an dieser Stelle mal ein dickes Sorry an alle Kritiker für unsere steile These im Veranstaltungstitel!) Trotzdem gab es natürlich auch am heutigen Abend wieder jede Menge Nachdenkenswertes zu hören.





